Portovenere
Portovenere zählt heute zu den beliebtesten Badeorten Italiens. Doch es hat auch eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Als „Veneris Portus“ (der Hafen der Venus) wurde es 50 v. Chr. von den Römern gegründet, die hier für ihre Heiligtümer und Statuen Marmor abbauten.
Sie errichteten einen bedeutenden Tempel, der Venus, der Göttin der Schönheit, gewidmet war und dem Hafenort seinen Namen verlieh. Im alten Ort gibt es keine Querstraßen, lediglich ein paar Durchgänge, die sogenannten „capitoli“ („Kapitelgänge“), die über steile, schmale Treppen von der Straße zum Hafen und zum Strand hinunter führen.
Vom äußersten westlichen Punkt des Felsvorsprungs, auf dem Portovenere steht, blickt die gotische Kirche San Pietro nach drei Seiten übers Meer. Ein eindrucksvoller romanisch-gotischer Bau in ligurischem Stil, errichtet auf den Überresten des römischen Venus-Tempels. Vor der Kirche öffnet sich ein fantastisches Panorama; die kleine romanische Galerie gibt die Sicht auf die Küstenabschnitt um die Punta Mesco auf Höhe der Cinque Terre frei, vom Portal aus ziehen der Golf und die gegenüberliegende Insel die Blicke in ihren Bann.